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#1 Goblin 380 Batterie-Upgrade

Verfasst: 30.06.2015 19:12:35
von rhodes
Hallo,

nach ~5 Betriebsstunden (~75 nicht gezählte Flüge) ein kurzer Erfahrungsbericht mit der Schnellwechel-Akkuhalterung:
Für ernsthafte 3D-ler würde ich sie nicht empfehlen. Normalflieger brauchen sich keine Sorgen zu machen ("ernsthafter 3Dler" ist in diesem Sinne wer den 1800er Akku regelmässig in 4 Minuten leerfliegt).
Praktisch ist es ja schon. Aber beim letzten Flug wurde mein Heli etwas stärker gefordert (ein Akku lang niedrige Flips ohne lange Pausen) und nach der Landung war der Akku mit dem Heli verschweisst, weil das Plastik am Stecker schmolz.
Nicht weiter dramatisch, aber es zeigt mir deutlich, dass die 3.5 mm Stecker zu klein bemessen sind. Selbst im 450er verwende ich seit Jahren EC5...

#2 Re: Goblin 380 Batterie-Upgrade

Verfasst: 30.06.2015 19:49:07
von rhodes
Jeps... der Kontaktstift ist deutlich "gewandert":
IMG_3308[1].JPG
IMG_3308[1].JPG (3.81 MiB) 1760 mal betrachtet

#3 Re: Goblin 380 Batterie-Upgrade

Verfasst: 30.06.2015 22:37:02
von Crizz
Das Problem sind keinesfalls 3.5er Stiftkontakte - denn bei 1800 mAh in 240 Sekunden sind wir bei 15c, was bei einer 75% Entladung gerade mal lächerlichen 20 A Dauerstrom entspricht. Damit haben selbst Graupner VMaxx 6s-4000 Ströme von 100 A Dauer überlebt. Das Problem sehe ich vielmehr in zu dünnen Lastkabeln und einem zu großen mit Lötzinn aufgefülklten Kontaktspalt zwischen Leiter und Steckverbinder. Zinn-Blei-Lot ist kein besonders guter elektrischer Leiter und sollte so gering wie möglich an der Übertragung des Laststromes beteiligt sein. Die Litzen zu füllen ist eine Sache, aber Spaltmaße von 0,5mm zu überbrücken ist keine gute Idee, da fällt über den Widerstand des Lotes so viel Verlustleistung ab, das sich die Lötstelle auf locker um 150° erwärmen kann - dann ist das Lot noch sehr sähmig und fließt nicht, aber die Kunststoffe der Steckerisolierungen geben bereits den Geist auf. Und das würde eher zu dem besagten Lastbild passen.

NAtürlich kommen dazu auch Passungen und deren Übergangswiderstände, minderwertige 3.5er Verbinder sorgen auch für höhere Verlustleistungen als hochwertige. Eine Steckverbindung die sich sehr leicht lösen hat spricht in der Regel für geringe Kontaktflächen und damit geringe Reibungsverluste beim betätigen, und somit wiederum für hohe elektrische Übergangswiderstände und Verluste. Das nur als grober Anhaltspunkt.

#4 Re: Goblin 380 Batterie-Upgrade

Verfasst: 30.06.2015 23:44:49
von rhodes
Hallo Crizz,

mit der Rechnung schätzt Du allerdings eine Untergrenze für die Erwärmung ab.
Eine pessimistischere (und realistischere) Betrachtung würde die wechselnde Last miteinbeziehen. Denn das Integral "I quadrat mal R dt" wird umso grösser, desto unregelmässiger I über die Zeit ist. Und genau das ist halt bei meinem Flip-Trainingsprogramm der Fall: Hohe Leistungsspitzen beim Flippen, im Wechsel mit kurzen Pausen um den Heli zu bremsen und dem Akku etwas Luft zu lassen.
Zum Vergleich: Für den Heli werden vom Hersteller Regler für 60..100 Ampere Dauerstrom empfohlen. Bei meinem Flugprogramm würde ich davon ausgehen, dass die Ströme, die zur Erwärmung führen, in der Ecke liegen.

Mit dem Lötzinn könntest Du recht haben. Vielleicht sollte man das Kabel durch das 90-Grad Loch am Verbinder durchstecken, und dann längs in die Hülse schieben. Das könnte SAB in die Anleitung aufnehmen - die Steckerkonstruktion ist (zumindest für Helis) ungewöhnlich.
Der Kabelquerschnitt stammt vom 120 A ESC und sollte eigentlich ausreichen.

An der Lötstelle selbst sind mir keine Veränderungen aufgefallen, aber vielleicht wurde es noch nicht so heiss.

#5 Re: Goblin 380 Batterie-Upgrade

Verfasst: 30.06.2015 23:55:14
von rhodes
Ich habe gerade nochmal in der Anleitung nachgeschaut:
Da ist die Verlötung so beschrieben, wie ich sie gemacht habe:
http://www.goblin-helicopter.com/shop/m ... 0551-S.pdf

Hier eine Skizze, wie man es vielleicht besser löten könnte:

#6 Re: Goblin 380 Batterie-Upgrade

Verfasst: 01.07.2015 00:59:53
von Crizz
- gelöscht -

#7 Re: Goblin 380 Batterie-Upgrade

Verfasst: 01.07.2015 20:22:57
von rhodes
Ein kurzer Nachtraq: Der Ausbau des Upgrades in Verbindung mit anderen Änderungen (EC5 Verbinder, kürzere Kabel, Motor direktverlötet) führen zu einer spürbaren Verbesserung, weil die Drehzahl besser gehalten wird.
"Spürbar" ist der Unterschied besonders mit einem Hochstromakku (50C/100C Optipower vom Fast-lad), da wird der Heli richtig lebendig. Bei meinem Zweitakku (45C/90C) ist der Unterschied wegen generell geringerer Leistung nicht so gross.