Seite 2 von 4

#16 Re: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 20.09.2014 15:10:29
von TimoHipp
Mirko ....Auch ich kannte es nicht ,und habe abunzu auch mal Probleme mit den Lötspitzen. Von daher bin ich froh das du das gepostet hast. :oops:

Timo

#17 Re: AW: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 20.09.2014 15:54:26
von insider
Crizz hat geschrieben:Darfst du, Mirko. Bleifreies Lot ist in der gewerblichen Verwendung / Herstellung vorgeschrieben, als privater Anwender kannst du weiterhin bleihaltig löten, z.b. das seit eh und je bekannte Sn60Pb.
Ich habe noch nie anderes benutzt.
Zusätzlich nur noch Alulot.

#18 Re: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 20.09.2014 16:21:58
von skysurfer
Husi hat geschrieben: ich habe mir so ein Salmiak-Stein gekauft
hmmm ... wie funktioniert den das ganze :?:

Ich oute mich jetzt mal zwar als Löter, aber einer der sich bis jetzt um das Equipment wie Lötspitzen nicht gekümmert hat.

#19 Re: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 20.09.2014 16:45:52
von Crizz
Salmiakstein und Lötfett sind was zum Dachrinnenlöten, für Elektronik sollte man Lote mit Flußmittelseele verwenden, auf Lötfett verzichten (ist chemisch agressiv und Rückstände müssen akribisch entfernt werden), und Salmiakstein ist was zum Nebenhöhlen-Freikriegen. Wer Haustiere und/oder Kinder umlaufen hat sollte Salmiaksteine außer Reichweite aufbewahren damit die nicth dran rumnuckeln - ist garnicth gesund.

Wirkungsvoll und gut arbeiten kann man mit den bereits genannten üblichen Elektronikloten mit Flußmittel-Seele, und wenn es mal kritischer wird nimmt man ein NoClean-Flußmittel aus der Pinselflasche, da müssen die Rückstände nicht abgereinigt werden - und wer die weghaben will nimmt Spiritus, Isopropylalkohol oder Bremsenreiniger-Spray und hat das Zeug damit ratzfatz runtergespült.

Zum reinigen der Lötspitze nehme ich seit über einem Jahr nur noch eine spezielle "Wolle" als Trockenreiniger, z.b. wie das hier :
http://www.google.de/imgres?imgurl=http ... CDoQrQMwCA

Tippy oder Re-Aktivator nur wenn die Spitze kein Lot annimmt bzw. nicht mehr gleichmäßig annimmt, also alle paar Wochen zwischendurch mal.

#20 Re: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 20.09.2014 21:57:53
von Husi
Crizz hat geschrieben:sind was zum Dachrinnenlöten
komisch, das habe ich in dem alt eingesessenen Elekronik-Laden auch gehört, (bei dem man noch einzelnen Widerstände bzw. LEDs kaufen kann) als ich nach einer Erstazlötspitze für einen 100W Lötkolben gefragt habe. Aber wie bitte soll ich sonst ein 40 mm² Kabel löten, wenn nicht mit Power?

Mit dem Salmiakstein, hoffe ich das ich die verbrannte Spitze wieder "gängig" bekomme.

Viele Grüße
Mirko

#21 Re: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 20.09.2014 22:00:26
von Crizz
Dafür brauchste keinen Salmiakstein, da ist die benannte Metallwolle als Trockenreiniger echt genial für. Ich löte ja auch shcon mal 30 mm² mit meiner Ersa-Station mit ner richtig fetten 8 mm Spitze mit dickem Wärmekörper, die sieht danach auch aus wie Sau. Einmal in diese "Wolle" reingetaucht und rausgezogen und die ist blitzblank. Ich sag dir, das Zeug ist genial.

#22 Re: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 20.09.2014 22:04:35
von insider
Crizz hat geschrieben:Zum reinigen der Lötspitze nehme ich seit über einem Jahr nur noch eine spezielle "Wolle" als Trockenreiniger, z.b. wie das hier :
http://www.google.de/imgres?imgurl=http ... CDoQrQMwCA
Aber zerstört nicht gerade diese Wolle nach und nach die Lötspitze? Metall auf Metall?
Diese Vermutung hielt mich bisher immer davon ab, mir so etwas zu kaufen.

#23 Re: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 20.09.2014 22:05:17
von Husi
Crizz hat geschrieben:Ich löte ja auch shcon mal 30 mm² mit meiner Ersa-Station mit ner richtig fetten 8 mm Spitze mit dickem Wärmekörper,
Hast du mal ein Foto von dieser Lötspitze "mir dickem Wärmekörper". Ich stelle mir gerade darunter so eine "Hammerlötspitze" vor, mit der man früher die Becherzellen in einer U-Schiene verlötet hat...

#24 Re: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 20.09.2014 22:32:29
von Crizz
Mirko, dafür müßte ich mit Cam in die Werkstatt runter ( 2 Etagen), spar ich mir heut abend mal. Ist diese hier :
http://www.ersa-shop.com/ersa-ersadur-l ... -2769.html

Gibt es für die RDS80 mit bis zu 17 mm (!!) : http://www.ersa-shop.com/ersa-ersadur-l ... -2156.html

Auf jeden Fall hat die Lötspitze einen 10 mm dicken Körper und sitzt auf dem 6,5mm Heizelement, das ist shcon ein schöner Panzer. Nicht so fett wie Hammerlötspitzen, aber mit der 5mm hab ich schon bis 32mm² in Ringösenschuhe verlötet. Mit der 17mm Spitze kannste dann zwischen Bleiverglasung und Dachrinne so ziemlich alles machen.

@Alex : nein, diese Metallwolle ist ein "weiches" Material, das aber selber wohl kein Lot annimmt oder nur sehr schlecht. Denke mal das wird Beryliumbronze-Späne oder sowas ähnliches sein, simples Messing würde das Lötzinn sofort annehmen. Auf jeden Fall deutlich weicher als der Rest, da verkratzt nix, keine Riefen in der Lötspitze, nix. Wie gesagt verwende ich das jetzt seit etwas über einem Jahr und bin davon überzeugt, hatte auch neue Schwämme beschafft aber die sind noch nagelneu und unbenutzt in den Haltern, destilliertes Wasser brauch ich auch nicht mehr, kein Gesiffe, kein abkühlen der Spitze durch das abreinigen .- ich find´s perfekt. Und beruflich bedingt hab ich doch recht viel zu löten (deshalb auch eine Ersa RDS80 und eine Weller WECP 50 am Platz - die Weller nehm ich für Feinarbeiten und SMD, die Ersa für die fetteren Aufgaben wie Akkus löten und größe Kabelquerschnitte ).

#25 Re: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 21.09.2014 09:48:34
von helihopper
Moin,

ich bin immer noch beim Destillierten Wasser und Schwamm, obwohl ich auch die Metallgeflecht Lösung besitze. Lt. Weidinger ist das Metallgeflecht aus Messing.
Mir ist es zu heikel meine Spitzen damit zu reinigen. Bei einem Lötspitzenpreis von gut 20 - 60 EURO je nach Größe möchte ich mir keine unnötigen Ausfälle leisten.

Der Schwamm soll nicht vor Wasser triefen, sondern wird angefeuchtet und wieder gut ausgedrückt. Wenn der Schwamm zu nass ist, dann schadet das ebenfalls den Spitzen.
Temperaturverluste sind unmittelbar ausgeglichen. Mit den "nur 50Watt" sind die Spitzen egal ob 0,3 mm oder 12 mm dank integrierter Heizung binnen 12 Sekunden von 20° auf 315° erhitzt. Von Standby 220° innerhalb 3 Sekunden auf 315° C.

Ich kann Dir Mirko also nur raten: Beim nächsten Kauf ist selbst eine günstige Lötstation mit regelbarer Temperatur immer noch besser, als Deine Baumarkterrungenschaften. EIne gebrauchte Weller oder Ersa für 80 Euro wäre ein absolutes Highlight in Deinem Werkzeugbestand.
Wie man Lötspitzen behandelt weisst Du ja jetzt ;-)


Harald


EDIT: Nebenbei bemerkt. Für ALU-Lot nehme ich nur eine einzige Spitze. Das Lot scheint die Beschichtung duch sehr anzugreifen. Wenn bei der ollen Spitze die Beschichtung nach lässt, dann reinige ich mit einem groben Schwamm und verzinne bei 275°C mit verbleitem Lot S-Sn60 PB68-Cu2 Flussmittel 3,5% nach. Das geht dann wieder ne Weile.

#26 Re: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 21.09.2014 10:29:32
von acanthurus
Moin.

Bei mir wurde vor ca. 2 Jahren die Wasser/Schwamm-Anordnung durch Messingwolle ersetzt, und seitdem klappt etwas besser. Dennoch steht bei mir ne Dose Tippy aufm Wunschzettel, da gibts so die eine oder andere Lötspitze, die mal in die Kur geschickt werden sollte.
Seit kurzem steht zudem das hier in der Werkstatt, da ich ein paar SMD-Baustellen habe. Das scheint fürs Kabel/Buchsenverlöten auch geeignet (bisher nur an 2mm Goldis probiert, aber ich glaube, das kann mehr)

Deshalb danke für diesen Thread, auch (oder gerade) bei den banalen Dingen des Modellbauerlebens ist es gut zu sehen, was andere da so machen, speziell wenn man sonst (wie ich) vereinsfreier Einzelkämpfer ist.

gruß
andi

#27 Re: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 21.09.2014 14:02:28
von TREX65
Ich bin auch schwer am grübeln ob ich mir mal eine gescheite Station besorge. Meine, aus der Bucht, ist nicht schlecht aber..... die Spitzen lassen sich kaum bis gar nicht mehr wechseln und wenn man mal eine größere Spitze so ab 3mm dran hat, fehlt teils die Leistung. Am Anfang des Lötens reicht immer die Hitze, auch für 4mm Goldies aber das nach regeln bei Temperaturabfall dauert immer länger. Ich hatte mir mal die http://www.aoyue.eu/loetstation-heisslu ... ugung.html angesehen. Volles Rohr über meine Verhältnisse aber was ich praktisch fand, die Absaugung an der Lötspitze (ist abnehmbar so das die nicht so aufträgt) kann man sehen wie man mag und eben die Heißluft. Da ich Nichtraucher geworden bin sind Feuerzeuge mittlerweile Mangelware^^ und dann hätte ich dort, wo es gebraucht wird eine Föhn^^ Aber nur mal so am Rande ein geworfen. Das Tippy hatte ich mir von einem Bekannten mal besorgt, hilft nicht wirklich bei den "Billig-Spitzen" die bei der jetzigen Station dabei waren.... darum auch die Überlegung einer neuen Station.

#28 Re: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 21.09.2014 22:08:44
von trailblazer
Ich stand auch vor der Entscheidung: nochmal neue Lötspitzen für meine über 20 Jahre alte Monacor Station (die es in RohS Version tatsächlich immer noch zu kaufen gibt :blackeye: ), oder mal was neues. Ich hab mich dann für ne ERSA i-con pico entschieden - für 5-6mm Goldis sicherlich etwas klein, aber ansonsten sooo eine Wohltat, Löten macht wieder richtig Spass. Alleine schon der zweistufige automatische Standby Modus wird mir sicherlich die Lötspitze lange erhalten, Anheizzeit ist tatsächlich nur 4-5s , das flexible dünne Kabel, der praktische Löthalter und so weiter..Für 135€ eine richtig gute aber noch günstige Investition.
Die Ansprüche, die ein Viel-löter hat, habe ich sicherlich nicht, aber eine vernünftige Lötstation macht auch den Gelegenheitslöter auf Dauer glücklichler, rumgepfusche an kaputten Lötspitzen halte ich für unsinnig.

#29 Re: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 21.09.2014 22:34:14
von Crizz
Die i-con ist eine schöne, kompakte Station mit guten Features, wäre heute meine Wahl wenn die Weller ausfallen sollte und die Rep. sich nicht lohnt ( wobei, die war schonmal "totgeschrieben" von Weller, angeblich 160.- Rep.-Kosten - dabei war´s nur das Heizelement samt Thermostat, ist aber anders Kapitel. Und bei dem Alter ist es eh schon ne stolze Leistung, die hat sicher schon 30´000 h Betrieb auf dem Buckel ).

Aktuell bekommt man für den Preis auch die RDS80, mit der man mehr Spitzen für das Flächenlöten / große Querschnitte bekommt. Allerdings muß man auch sagen das die RDS80 nicth so sehr mein Kandidat für das Feinlöten / SMD-Technik ist : man bekommt zwar passende Spitzen bis hin zur Nadelform, aber das schwere, dicke Kabel am Kolben empfinde ich dabei als sehr störend. Da ist für den "normalen" Modellbaureich m.M.n. die i-con die bessere Wahl.

#30 Re: neue Lötkolbenspitzen verzinnen

Verfasst: 21.09.2014 22:38:35
von Basti 205
Schön das Mirko mal das Thema aufgegriffen hat :mrgreen:
Lötfett und Salmiaksteine sind bei mir auch schon lange vom Basteltisch verschwunden. Ich nutze nur noch gelegentlich extra Kolophonium oder Phosphorsäure zum Edelstahllöten.
Mirko hat halt einfach nur den Fehler gemacht das er die Spitze vor dem Verzinnen zu heiß gemacht hat. Hat man eine unverzinnte Spitze sollte man sie vor dem anheitzen noch mal leicht überschmirgeln so das jede Oxidschicht runter ist. Dann Lötkolben einstecken/anschalten und solange Flussmittelhaltiges Lötzinn drannhalten bis es die Spitze komplett benetzt.
Das die Spitzen meiner völlig übertiriebenen JBC Lötstation auch ab und zu mal stellenweise kein Lötzinn annimmt habe ich auch. Ich streife sie immer nur auf einem Stück Küchenrolle ab. Wenn alles Lötzinn abgewischt und sie erkaltet ist nehme ich so ein Schleifreinigerschwamm schubber ein paar mal drüber und verzinne sie wie oben beschrieben neu. Die Schleifreinigersteine sind echt der Hammer und auch sonnst sehr vielseitig einsetzbar. Sie sind aber auch nicht mit den beschichteten Schwämmen aus der Baumarktmalerabteilung zu vergleichen. Sie sind aus Vollmaterial und können komplett aufgebraucht werden. Quasi Radiergummi mit Schleifsand durchsetzt. Ich nutze sie sogar passend zurechtgeschnitten auf meinem Dremel. Aber ich komme vom Thema ab :wink:

Ich nutze Küchenrolle auch im Normalbetrieb zum Lötspitzen abwischen. Wenn man die Lötspitze über die Küchenrolle zieht sieht man auch gleich sehr schön welche Temperatur die Spitze hat. Im Normalfall sollte sie einen leicht braunen Streifen ziehen. Brennt die Küchenrolle gleich ab und man zieht eine schwarze Furche in die Arbeitsunterlage sollte man sich mal einen Kopf um seine Löttemperatur machen. :wink: Die meissten nutzen immer viel zu hohe Löttemperaturen. Der Trick ist wie schon geschrieben die Wärmekapazität der Lötspitze. Ist die dick genug kann man auch ein 10mm² Kabel mit 30W löten.
Mein Tipp, lieber eine billige geregelte Lötstation als ein teuren ungeregelten Bräter.
Gruß Basti